Doku

„GEVATTER“-DOKUMENTATION

PRESSE: „Etwas Besseres als diesen Todes-Comic findet man selten“ – Andreas Platthaus in der FAZ 09/2019 https://blogs.faz.net/comic/2019/09/16/etwas-besseres-als-diesen-todes-comic-findet-man-selten

PRESSE: „Gevatter“-Rezension auf comix-online.com 09/2019 https://comix-online.com/schwarwel-gevatter-1

PRESSE: „Der erste Band von Schwarwels neuer Graphic-Novel-Reihe – Verleugnung: Wie wir den Tod kennenlernen und doch so tun, als wäre er nicht da“ – Ralf Juhlke auf www.l-iz.de 09/2019 www.l-iz.de/bildung/buecher/2019/09/Verleugnung-Wie-wir-den-Tod-kennenlernen-und-doch-so-tun-als-waere-er-nicht-da

Nachdem wir diese Woche noch einen Haufen Orga- und Kümmerkram für unsere #sds19-Veranstaltungen um die Ohren hatten, komme ich ab heute endlich wieder dazu, mich hauptamtlich um „Gevatter“ zu kümmern – von den üblichen Tagesjobs und den Karikaturen mal abgesehen. Anbei ein Ausschnitt aus der fast finalen Coverillustration der Regular Edition von „Gevatter“ #3: „Verhandlung“.
– schw, 20.09.2019

Wie auch schon bei den ersten beiden Ausgaben habe ich auch bei „Gevatter“ #3 mit den Vorzeichnungen angefangen, dann kam das Lettering und danach die Balloons. Jetzt kann ich mit den eigentlichen Reinzeichnungen anfangen … Routine und Rituale, eingeschnuffelte Arbeitsabläufe … anders bekomme ich selten etwas fertig.
Während der Reinzeichnungsphase sitze ich jetzt auch an den Vorzeichnungen für „Gevatter“ #4 und an den Thumbnails für gev#5. Zum einen, damit die Charaktere und der Stil konstant den gleichen Strich beibehalten und alles wie aus einem guss aussieht, zum anderen, damit unsere Variantcover-Künstler*innen schon sehen undlesen können, wofür sie da den Umschlag gestalten.
Für „Gevatter“ #4 wird „Fuchskind“ Daniela Schreiter das Variant gestalten – worauf wir schon mega gespannt sind!
– schw, 12.09.2019

Aufmerksamen Lesern von „Gevatter“ #2 wird nicht entgangen sein, dass in der Vorankündigung zu gev#3 auf Seite 34 noch kein finales Regular Cover abgebildet ist.
Der Grund war schlicht und ergreifend der Megastress, den wir neben der pünktlichen Herausgabe von gev#2 zur Signierstunde mit Ingo Römling (Danke nochmal!) mit der Orga für das gesamte #sds19-Endlichkeitsfestival hatten, (in dessen Rahmen ja auch „Gevatter“ initiiert und released wurde), da auch dafür noch viele Optiken und Pressesachen in den letzten Minuten erstellt werden mussten.
Da Sarah Burrini ihr Variantcover für gev#3 natürlich oberpünktlich geliefert hatte, habe ich zähneknirschend auf die VÖ meines Regulars verzichtet, weil ich keinen hektisch hingeschluderten Hunz neben irem geilen Motiv abdrucken wollte.
Jetzt, während sich „Die Stadt der Sterblichen“ eingeschnubbelt hat, sitze ich an den Reinzeichnungen für „Gevatter“ #3 und natürlich an der Coverillustration, die – wie jetzt schon unschwer zu erkennen ist – dem Coverseriensystem von gev#1 und gev#2 folgen wird.
Bleibt gespannt!
– schw, 11.09.2019

Unsere „Gevatter“-Ausgaben könnt ihr euch ab sofort auch bei Kwimbi holen.
Vielen Dank an Jörg Faßbener.
www.kwimbi.de

Unsere „Gevatter“-Signierstunde in der Comic Combo Leipzig anlässlich der VÖ von #1 und #2 mit Ingo Römling als Variantcover-Artist für #2 und Schwarwel als Autor und Zeichner der Gesamtausgaben im Rahmen von #sds19.
Danke an Ingo Römling für sein Cover, seine Signaturen und Sketches und seine Zeit für die Fans! Danke an die Comic Combo, Uti, Leo und Sebastian für die vorzügliche Betreuung vor Ort! Es war uns ein Fest!
– schw, 07.09.2019

Sa 07.09.2019, 13 Uhr SIGNIERSTUNDE MIT SCHWARWEL, SASCHA WÜSTEFELD UND INGO RÖMLING anlässlich der Erstveröffentlichung der ersten beiden Hefte „Verleugnung“ und „Zorn“ der Graphic Novel „GEVATTER“ als Regular und Variant Editionen mit Variantcovergestaltungen von Sascha Wüstefeld und Ingo Römling, initiiert und herausgegeben durch die FUNUS Stiftung im Verlag Glücklicher Montag.
Comic Combo Leipzig, Riemannstraße 31, 04107 Leipzig, Südvorstadt
Mit freundlicher Unterstützung von: FUNUS Stiftung, Glücklicher Montag und Comic Combo Leipzig
Eine Veranstaltung im Rahmen der „Stadt der Sterblichen“ www.stadt-der-sterblichen.de
Ein Projekt der FUNUS Stiftung

Die „Freie Presse“ aus Chemnitz bringt heute einen großen Artikel über „Die Stadt der Sterblichen“ und macht mit einem Bild aus „Gevatter“ #2 auf, das wir euch hier bisher vorenthalten hatten. „Gevatter“ ist als Teil von #sds19 von FUNUS und Glücklicher Montag auf den Weg gebracht worden und wird deshalb natürlich am Fr 6.9. zur Vernissage der Ausstellung „Death Walks Behind You“ in der galerie KUB vorgestellt.

Hier gehts zur Online-Version: www.freiepresse.de/kultur-wissen/kultur/wir-werden-alle-sterben-endlichkeitsfestival-in-leipzig

Unsere #gevatter-Ausgabe 2 „Zorn“ ist heute angekommen. Und Schwarwel und Frank Pasic (FUNUS Stiftung) halten diese stolz in ihren Händen.

-Sandra 06.09.2019

Meine ehemalige Schule auf Seite 2 von „Gevatter“ #2 habe ich auch schon im Trickfilm „Leipzig von oben – Leben und Sterben in der Stadt“ gezeigt, denn zehn Jahre „polytechnischer Unterricht“ hinterlassen einen bleibenden Eindruck – weniger wegen des vermittelten Stoffes, sondern vor allem, weil zehn prägende Jahre lang der Großteil meiner sozialen Interaktion in diesem Gebäude seinen Anfang nahm: Freundschaften, Feindschaften, Liebschaften, Diskurse und Diskussionen mit den Lehrer*innen und den wechselnden Direktoren, Flure wischen, Mensa aufräumen, Kuchenbasar und Krafttraining.
Als wir meinen Sohn dort aufs Gymnasium einschulten, schlurfte ich eine Weile allein durch die Gänge, guckte in „meine“ alten Klassenzimmer, ins Biologie- und ins Physikkabinett und ich fühlte dabei exakt: nix. Es sah alles noch ziemlich genauso aus wie zu „meiner“ Zeit, aber meine Zeit war definitiv vorbei und es gab keine romantischen Verklärungen, nur nüchternen Altbau, gelbe Wände und Schulbänke. War eigentlich ein sehr angenehmes Gefühl, dieses Fehlen von verklebten Vergangenheitsgefühlen.
– schw, 04.09.2019

Eine weitere meiner Lieblingsseiten in „Gevatter“ #2 ist diese Seite 11, weil ich da neben meinem ersten Familienhund Bella (Ja, ein Rüde.) auch unsere Gasthündin Senta zeichnen konnte, die wir für ein paar Wochen bei uns aufgenommen haben. Weil sie genau so wenig wie andere Tiere nicht ins Haus durfte, weil meiner Mutter die ganzen Tierhaare und der unglaubliche Tierdreck nicht geheuer waren, hatte sie ihr Gästehaus in der Garage und das Auto musste im Freien schlafen.
Während ich das schreibe, wundere ich mich, wieso eigentlich die Meerschweinchen im Flur wohnen durften – wahrscheinlich, weil der mit Linoleum ausgelegt war, leicht zu kehren und zu schrubben … Bei meiner Ratte Douglas hatte ich dann schon nicht mehr um Erlaubnis gefragt und meine Mutter hat sie trotzdem gefüttert, wenn ich mal nicht da war und Douglas nicht mitnehmen konnte.
– schw, 03.09.2019

Ingo Römling, bekannt für seine fantastischen Arbeiten an „Malcolm Max“, „Star Wars Rebels“, „Star Wars Resistance“ und „Trollhunters“, hat uns dieses irre Variantcover für unsere „Gevatter“ #2 Variant Edition gezaubert, die ihr JETZT neben der Regular Edition in unserem Shop bestellen könnt: www.gluecklicher-montag-shop.de

Hier ist es: das Schwarwel-Cover der Regular Edition von „Gevatter“ #2, die ihr ab sofort neben der Variant Edition (mit einem Cover von Ingo Römling) bei uns im Onlineshop bestellen könnt: www.gluecklicher-montag-shop.de

Dank PögeDruck schaffen wir unsere #gevatter 2-VÖ am 06.09. zur #sds19-Eröffnung und dann zu unserer #sds19-Signierstunde am 07.09. in der Comic Combo Leipzig.
Wär doch langweilig, wenns nicht immer haarscharf und knapp wäre 😎

– Sandra, 30.08.2019

Hier meine Reinzeichnung mit Grautönen für das Regular-Cover von „Gevatter“ #2, bevor ich es koloriert habe.
Den genialen Trick, zuerst die Graustufen und Schatten und erst danach die Farben anzulegen, habe ich mir von meiner Kollegin Flavia Scuderi abgeschaut, die das mal in einem Interview zu ihrer Wagner-Graphic-Novel erwähnte, als sie die zusammen mit uns und unserem Wagner-Trickfilm irgendwo vorstellte.
Es geht tatsächlich bedeutend schneller als andersrum, weil man so schon eine klare Vorstellung von den im Bild geschaffenen Räumen hat und nicht erst groß rumprobiert, wie denn jetzt was am stylischsten aussieht. Es wirkt einfach natürlicher und authentischer.
Also: Danke, Flavia, you saved big parts of my lifetime!
-schw, 30.08.2019

Jahaaa, liebe #gevatter-Welt,
wir sitzen am Versand eurer Bestellungen. Und das sind ein paar viiiele. Huiuiuiu …
Schwarwel hat gerade fleißig alle bestellten Hefte, die mit Signierwunsch versehen waren, signiert. Wer also auch noch sein signiertes Exemplar möchte, kann gern JETZT Bescheid geben. Entweder hier darunter posten ODER Sandra eine Mail schreiben an:
info@gluecklicher-montag.de. Unsere #gevatter-Hefte Nr. 2 gehen morgen online und sind ab da in unserem Glücklicher Montag-Shop erhältlich.

Und nicht vergessen! Am 07.09. signieren Sascha Wüstefeld, Ingo Römling und Schwarwel eure Hefte in der Comic Combo Leipzig im Rahmen der „Stadt der Sterblichen“

-Sandra, 29.08.2019

Momentaner Stand an der „Gevatter“-Front:
Während wir gerade „Gevatter“ #1 ausliefern, sitzen wir am Endlayout für „Gevatter“ #2, der am Montag 8 Uhr in der Druckerei sein muss. Dabei lege ich letzte Hand an die Reinzeichnungen, weil ich beim Datenüberspielen und Bitmappen immer noch mal kontrolliere, ob ich alle Regentropfen, Noten und Rauchwölkchen an den richtigen Platz gesetzt habe.
Diese Seite (gev2/pg14) ist übrigens die finale Version mit dem Haus-Ausschnitt aus dem letzten Post.
– schw, 29.08.2019

Wenn ich an Backgrounds sitze – wie hier bei „Gevatter“ #2, Seite 14 –, muss ich mich immer ganz stark beherrschen, nicht doch noch mal schnell rüber in die Nachbarstraße zu laufen, um zu gucken, wie das Haus detailliert in echt aussieht – ich weiß natürlich, dass es für die Leser*innen letztlich egal ist, wo die Regenrinne angebracht ist oder wieviele Dachfenster das Gebäude hat. Dieser perfektionistische Zwang kann ziemlich hinderlich sein, wenn die Deadline drohend über einem schwebt.
Just sayin’.

– schw, 27.08.2019

Da wir es vorhin beim gemeinsamen Feierabend-Bier (Frank) bzw. -Kaffee (Schwarwel) total verschwitzt haben, mit der Smartphone-Kamera rumzuhampeln: Hier jetzt unser Im-Herzen-vereint-Foto von glücklichem Herausgeber und glücklichem Autor/Zeichner über unsere erste „Gevatter“-Ausgabe, die heute frisch aus der Druckerei kam.
Achtung: Schwarwel verdeckt Sascha Wüstefelds fantastisches Variantcover ganz bewusst, weil das Sascha am 7.9. zur Signierstunde mal schön selbst in die Kamera halten kann!
Danke an alle Beteiligten!
(Herzemoji, Flammenemoji, noch ein Herzemoji)

Aufgrund der guten, alten „unvorhergesehenen Ereignisse“, die unser gesamtes #sds19-Team inklusive mich summa summarum drei volle Tage Troublefixing an der Hauptbaustelle „Festival“-Orga gekostet haben, liegt „Gevatter“ #2 jetzt nicht wie geplant in der Druckmaschine, sondern immer noch vor meiner Nase, um die letzten Backgroundstriche und -flächen verpasst zu bekommen.
Das kotzt mich zwar maximal an, heißt aber weder, dass ich für meinen Teil es beim nächsten Mal nicht genau so regeln würde, weil unsere #sds19-Orga nun mal Prio hat, noch dass ich oder wir dadurch irgendwelchen echten Schaden genommen hätten – es sind eben einfach nur ein paar Nachtschichten mehr.
Oder um es mit einem angepassten Zitat von Stanley Kubrick zu sagen: „Schmerz ist vergänglich, Comics sind für die Ewigkeit.“
– schw, 26.08.2019

Eine meiner persönlichen Lieblingsseiten aus gev#1 ist diese Seite 10, auf der es auch um eine meiner Cousinen geht, die mit einem geistigen Handicap ihren Alltag und ihr Leben meistert.
Sie wäre in der NS-Zeit von den Nazis in deren kranken „Euthanasie“-Programm erbarmungslos ermordet worden. Mit diesem Wissen bin ich mit meiner Cousine aufgewachsen.
Umso mehr freut es mich, dass wir bei unserem #sds19-Endlichkeitsfestival – in dessen Rahmen auch die Idee zu „Gevatter“ entstand“ – eine Veranstaltung organsieren konnten, in deren Rahmen an der „Wiese Zittergras“ im Friedenspark dieser Opfer gedachtt und über diese Verbrechen von „Medizinern“ unter dem Hakenkreuz aufgeklärt und unsere Forderung unterstrichen wird:
„Nie wieder!“
– schw, 25.08.2019

Weil ich natürlich als Knirps schon viel gezeichnet und gebastelt habe, wurde ich als sowas wie der Familiengrafikdesigner zu allerlei Anlässen herangezogen: Hochzeitsbücher, Geburtstagskarten, Kinderzimmerwandbemalungen, Firmenvisitenkarten mit Schweinevogel drauf …
Es ist eine Arbeit, die niemals aufhört, weil die Familie ständig weiterwächst, eine Karriere lässt sich jedoch eher nicht darauf aufbauen, weils meist über Ehrenamt geregelt wird und außer Erdnussflips und Vita Cola ist da nicht sooo viel Materielles rauszuholen – aaaber: man kann sich gute Skills aneignen, an seiner Technik arbeiten und bereits von Klein auf lernen, Auftraggeberwünsche und die eigenen Vorstellungen zusammenzubekommen, ohne immer gleich restlos auszuflippen.
Make Hochzeitskarten Not War!
– schw, 19.08.2019

Während unsere Variantcover-Künstlerin Sarah Burrini ihr Cover für „Gevatter“ #3 schon fertig hat (Ergebnispräsentation folgt!), sitze ich immer noch an den Reinzeichnungen für gev #2.
Die Deadline sitzt mir zentnerschwer im Nacken und es ist immer ein Vabanquespiel, die Linien zwischen „so schnell wie geht“ und „persönlich zufriedenstellend“ aufs digitale Papier zu bekommen.
Nach meiner gestrigen Vollzeitsession bin ich wieder etwas zuversichtlicher und das Bild im Anhang ist ein Ausschnitt der Seite, auf der ich seit dem Aufstehen an den Charakterzeichnungen sitze (gev3pg10).
Scheiß auf den Stress – es wird!
– schw, 18.08.2019

Heute ist Internationaler Weltkatzentag!
Eine gute Gelegenheit, euch mein Katze Susi vorzustellen. Die war schon da, als meine Familie in die Doppelhaushäfte gezogen ist. Schrecklich neu für Susi war, dass sie deshalb ab sofort nicht mehr ins Haus durfte – Mutti hats verboten! Katzenhaare!! Gestank!!! – und Susi deshalb fortan sommers wie winters vom äußeren Fensterbrett traurig und sehnsuchtsvoll ins Wohnzimmer schaute. Regen, Schnee, Gewitter, Arschkälte, Gluthitze … Susi saß, schaute und miaute.
Das war für Susi total furchtbar und für uns Kinder ebenso, weshalb meine hündischen Mitbewohner heute ein reichliches Übermaß an Freiheit in der Ortswahl und auch sonst genießen können – Überkompensation, würde ich mal mutmaßen …
Das Panel ist aus dem aktuellen „Gevatter“ #1, Seite 11.
– schw, 08.08.2019

Während die VÖ von #1 „Verleugnung“ angelaufen ist, sitze ich an den Reinzeichnungen von #2 „Zorn“, was wieder eine verdammte Frickelarbeit ist mit all dem Licht und Schatten und den Kontrasten und so …

-schw, 05.08.2019

Für die erste Ausgabe von Schwarwels „Gevatter“ hat uns Comickultzeichner Sascha Wüstefeld (Das UpGrade, Sorgenfresser, Der kleine ICE) ein auf 100 Stck. limitiertes Variantcover geschaffen.

„Gevatter“ #1 – Regular Edition mit Cover von Schwarwel

„Iss nur, was du selbst töten kannst.“
Nicht gerade eine der schönsten meiner Kindheitserinnerungen, aber mit Sicherheit eine der eindrücklichsten. Mit dem Papa eines Schulfreundes, der als Tierpathologe ziemlich … ähm … pragmatisch mit der Ernährung und „Nutztierhaltung“ umging. Schmerzhaft lehrreich.
Ein kleiner work-in-progress-Ausschnitt aus Gevatter #2 „Zorn“, Seite 5.
– schw, 28.07.2019

 Während wir Gevatter #1 „Verleugnung“ in der Druckvorstufe bearbeiten, sitze ich parallel an den Reinzeichnungen für Gevatter #2 „Zorn“, wo es auch wieder haufenweise herrlich komplizierte Detailarbeit zu zeichnen gibt, um die Alltagswelt von Tim und seiner Familie möglichst realistisch in Szene zu setzen.
In diesem Panel liest Tim gerade die Schulpflichtlektüre „Die Abenteuer des Werner Holt“ von Dieter Noll, dessen ersten Teil ich mir auch heute an den Schulen wünschen würde. Damit könnte man so einiges abfangen, was gerade gesellschaftlich aus dem Ruder läuft. Schwarwel
24.07.2019 

Chapeau Nr. 3 ❤️
Unsere verehrte Kollegin und Comiczeichnerin Sarah Burrini wird das Variantcover unseres dritten „Gevatter“-Heftes zeichnen. Unser tiefer Dank.

Sandra
23.07.2019

„Natürlich hat es Jahrzehnte gedauert, bis ich mich halbwegs von meinen Vorbildern gelöst hatte und inzwischen habe ich manchmal sogar den Eindruck, dass ich tatsächlich meine eigenen Geschichten erzähle, schreibe oder singe und dafür all die Tricks anwende, die ich beim Lesen, Sehen und Hören gelernt habe, aber der rattenscharfe Beat von „Blitzkrieg Bop“ wummert eigentlich immer im Hinterkopf, wenn ich eine Story zeichne oder an einem Trickfilm sitze – das soll alles auf den Punkt kommen, es soll akurat sein, straight, und es soll die Rezipienten möglichst aus den Socken hauen: One-Two-Three-Four-BOUM!“

In unserem heutigen #gevatter-Interview mit Schwarwel gehts um das Medium Comic, die Arbeit und das Leben als Comiczeichner, die Comicszene, Vorbilder …

Nehmt euch einen Guten Morgen-Kaffee, lest und lasst es wirken. Pflichtlektüre, nicht nur für Comic-Schaffende und -Fans.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
21.07.2019

Heute gibts hier die höchstoffizielle Reinzeichnung meines regulären Cover-Artworks fürs erste Heft Gevatter #1: „Verleugnung“, das wir gerade für seine August-VÖ pimpen, damits in den nächsten Tagen endlich in Druck gehen kann.
Natürlich habe ich diese Woche „mal schnell“ und „nebenbei“ noch zwei zusätzliche Seiten gezeichnet, damit die Hefte einzeln gelesen in sich geschlossen sind – das übersieht man ja gern, wenn man so an seinem Rechner sitzt und die Story hintereinander runterschreibt.
Die Regular-Cover von Heft 1 bis 5 habe ich jetzt so geskribbelt, dass der Seitenaufbau und das Layout immer gleich sind, jedoch die Inhalte natürlich variieren, indem sie in Reihe gelegt auch schon eine Geschichte erzählen. Wird sehr schnieke aussehen, wenn man sie dann vor sich ausbreitet.
In der geplanten Gesamtausgabe werden sie fortlaufend den Kapiteln vorangestellt.
(Die Farbversion dieses Covers ist natürlich auch schon fertig – die zeige ich aber erst her, wenn das Heft offiziell im Shop eingestellt ist. Wegen Marketing und so.)

Schwarwel
19.07.2019

Mit dem Herzeigen von work-in-progress-Sachen tue ich mich immer sehr, sehr schwer. Zum einen sind die Sachen eben noch nicht Herzeige-fertig, was für perfektionistische Zwangsneurotiker wie mich die Hölle auf Erden bedeutet. Und zum anderen weiß ich auch gar nicht, ob jemand außer mir sowas überhaupt sehen will oder ob das eher ein übler Downer ist, weil man nur das fertige Ding lesen und sich nicht die Überraschung nehmen lassen will …
Zwar schaue ich selbst mir jeden Fitzel in jedem Zwischenstadium anderer ZeichnerInnen immer gern und sehr genau an, aber das liegt meiner These zufolge eher daran, dass ich rausfinden möchte, wie meine MitbewerberInnen ihre Magie aufs digitale oder physische Papier zaubern …
Ach, ich weeß ooch nich …
Hier jedenfalls ein Detail von Seite 17, bei dem ich für die Darstellung meines ersten Hundemitbewohners Bella als Vorlage bei unseren Hundemitbewohner Ozzy abgucken kann, weil beide Bordercollie-Gene haben … für Bella muss ich nur immer einfach mehr Strubbel und Spielschmutz addieren, weil er ein sehr freiheitsliebender Racker war, der an keiner Pfütze und keinem Dunghaufen vorbeilaufen konnte, ohne sich voller Leidenschaft hineinzuwerfen, um sich darin zu suhlen. Dementsprechend roch er sehr oft eher streng – ich habe es geliebt!

Schwarwel
11.07.2019

Die letzten fünf Inhaltsseiten von „Gevatter“-Kapitel 1 „Verleugnung“ sind gerade in der Tusch- bzw. Endphase, sodass das erste Heft ab nächste Woche wie geplant ins Layout kann, um dann im August pünktlich zu erscheinen, wenn ihr alle aus dem Urlaub zurück seid. 😎
(Die rot markierten Seiten sind die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die zuerst fertig werden mussten; die Schweinevogel-Rosa markierten Seiten sind die fertigen, die es erst im Heft zu sehen und zu lesen gibt und die weißen sind die, die gerade noch in Arbeit sind.)
Neben der Regular Edition mit einem Cover von mir wird es von „Verleugnung“ auch eine Ausgabe mit einem Variant Cover von Sascha Wüstefeld geben.

Schwarwel
08.07.2019

„Seit Kindesbeinen lebe ich mit einer endogenen Depression, weshalb ich mich auch irgendwie schon immer für den Tod, die Dunkelheit und die Abgründe des Lebens interessiert habe. In meinen Anfangszwanzigern entwickelte sich dann eine handfeste Angstneurose, die ich wie vorher schon meine Depression mit viel Alkohol und Tabletten lange verdrängt habe, bis ich mich aufgrund des unhaltbar gewordenen Leidensdrucks und meiner manchmal latenten, oft ausgelebten Aggressivität gegenüber mir selbst und meiner Mitmenschen irgendwann doch mal endlich in Behandlung begeben habe. Das war ein wichtiger Schritt. Lebensrettend.“

Unser #gevatter-Interview mit Schwarwel, Teil 4.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
06.07.2019

Hier mal eine „Gevatter“-Detailansicht von Seite 04 während des letzten Arbeitsschrittes, dem Tuschen – oder Inking, wie wir In-it-people sagen.
Dass mich Vorzeichnungen nerven, erwähnte ich ja schon mehrfach. Trotzdem ist es bei solchen filmisch angelegten Perspektivwechseln in einem klar definierten Raum wie dem Wohnzimmer der Familie einfach unumgänglich.
Solche Seiten kosten richtig viel Zeit(, von der man sowieso schon keine hat), sind aber m. E. notwendig, um eine authentische Stimmung zu erzeugen.

Schwarwel
04.07.2019

Chapeau und Träume wahr werden lassen Nr. 2 

Die letzte gemeinsame Signierstunde absolvierten Schwarwel und Sascha Wüstefeld im Dez 2013 in der Comic Combo Leipzig, gemeinsam mit Flavia Scuderi und Ulf S. Graupner.
Daher stammt auch das mitgepostete Bild (Flyer-Auszug).

Heute dürfen wir mit Freude und in Dankbarkeit verkünden, dass – neben Ingo Römling – auch unser lieber Freund und Kollege Sascha Wüstefeld eines unserer fünf Variant-Cover für unsere 5-Issues-„Gevatter“-Heftserie gestalten wird.
Nämlich für Heft 1 „Verleugnung“

Danke und Knicks.

Mehr Infos folgen demnächst.

Sandra
03.07.2019

Chapeau!
Manchmal gehen Träume in Erfüllung ❤️

Unser langjähriger Kollege und Freund Ingo Römling – seines Zeichens herausragender Comiczeichner („Malcolm Max“, „Star Wars“ etc.) – wird eines unserer fünf Variant-Cover für unsere 5-Issues-„Gevatter“-Heftserie gestalten.

Danke und Knicks.

Mehr Infos folgen demnächst.

Sandra
01.07.2019

„Mir gibt das Wissen um mein Ende Kraft für meine Arbeit, mein Umfeld und mein Leben, weil ich dadurch bewusster lebe, intensiver. Der Blick für die kleinen Dinge wird enorm geschärft, auch wenn ich logischerweise nicht allem entsprechen kann. Aber auch das gehört dazu.“

Vorige Woche mussten wir unsere #gevatter-Interviewreihe – aufgrund unserer anderen Arbeiten, deren Deadlines drückten – kurz aussetzen. Dafür geht es heute in Teil 3 mit sehr viel Tiefe, Weisheiten und Wahrheiten weiter.

Schwarwel gibt uns Antworten auf: sein Erleben und Empfinden, seinen Umgang mit Tod, Endlichkeit und Sterblichkeit, mit Depression und Angstneurosen, wann man loslassen muss …

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
29.06.2019

Jedes der fünf Kapitel von „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ hat zwischen Kapitelvorseite und seiner Kapitelseite 1 eine Seite, die eine Grundstimmung herbeiführen soll.
Die Seite ist in der zuerst startenden Einzelheftserie auch gleichzeitig eine Reminiszenz an das Coverartwork.
Das hier ist die Seite aus dem ersten Kapitel „Verleugnung“.

Schwarwel
22.06.2019

Hier als weiterer kleiner Ausschnitt von „Gevatter“ die Seite 12 (plus die Vorzeichnung in der Kommentarspalte).
Diesen Plüschwolf hatte meine Schwester ebenfalls – bei meinem waren die Hosen blau, bei ihrem die Hosen rot … Eben das typische, fragwürdige Junge-Mädchen-Ding, was an den Ränder dieser Geschichte auch eine Rolle spielt, wie die bereits gepostete Seite 2 à la „Boy’s don’t cry“ bereits angedeutet hat.

Schwarwel
14.06.2019

Neuer Appetizer für „Gevatter“:
Seite 06 aus dem ersten Kapitel.
Wie an der Vorzeichnung (in der Kommentarspalte) zu sehen ist, bin ich meist zu faul oder zu ungeduldig, jeden Fitzel vorher haarklein zu skizzieren. Das rächt sich später vor allem bei perspektivischen Backgrounds wie in Bild 1, wo ich dann bei der Reinzeichnung doch wieder ewig sitze, um den Arbeitstisch rechts mit dem Tisch unten links in Einklang zu bringen, ohne allzuviel nochmal neu zeichnen zu müssen. „Weniger ist mehr“ gilt also leider nicht für alles.

Schwarwel
12.06.2019

„Meine Lieblingslieder sind meist eine Mischung aus Beschäftigung mit dem unvermeidlichen Ende und mit dem Leben davor, dass es zu meistern gilt …“

Weiter gehts mit unserer „Gevatter“-Interview-Reihe mit Schwarwel.

Schwarwel gibt uns heute einen Einblick in seine Lieblingszitate und Lieblingssongtexte zum Thema Tod sowie Film- und Buch-Empfehlungen zum Leben und Sterben.

Liebe Crowd,
was sind eure Lieblingszitate, Lieblingssongtexte, Bücher und Filme zu den Thematiken Leben-Sterben-Endlichkeit-Trauer-Schmerz? Schreibt sie gern hier darunter, damit wir eine kleine Übersicht erstellen können, die wir auf unserer demnächst erscheinenden Webseite veröffentlichen können.

Und jetzt erst mal viel Spaß beim Lesen von Schwarwels Interview.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
09.06.2019

Hier die getuschte Seite 02.
Bei der Seitenaufteilung von „Gevatter“ habe ich mich an das strenge 3×3-Raster von „Watchmen“ gehalten, mit dem ich wunderbar klarkomme, weil es einen guten Leserhythmus und eine klare Struktur in der Story unterstützt.
Wenn ich das Raster aufbreche, kann ich mit wenig Stilmitteln (wie bspw. auf Seite 18 das 2/3-Panel in der ersten Zeile) sofort einen dramaturgischen Hingucker-Effekt erzielen. Ich finde es bei vielen Comics, Mangas und GraNos eher ermüdend, wenn jede Seite superdramatisch aufgebaut ist, weil dann für mein Empfinden der Effekt verpufft und gar nichts mehr dramatisch rüberkommt. Es wird dann verdammt schwer, NOCH dramatischer zu werden, weil das Dramalevel einfach schon zu hoch angesetzt ist.
Bei den Zwisxchenräumen zwischen den Panels und den Bildzeilen habe ich mich allerdings von „Watchmen“ entfernt und stattdessen auf Toriyama („Dragonball“) gehört, der in seinem How-to-do-Manga sehr schön die Wirkung von schmalen Zwischenräumen bei Panels auf einer Zeile und einem etwas breiteren Zwischenraum zwischen den einzelnen Zeilen aufzeigt. Das erhöht die Lesbarkeit einer Geschichte, weil die Leser*innen sich einfacher orientieren können und keine Unklarheiten aufkommen, wo es denn jetzt weitergeht.
Insofern ist Comics machen für mich genau wie Trickfilmregie führen, was ich beides liebe.

Schwarwel
07.06.2019

Seit dem 1. Juni sitze ich neben dem Storytelling, den Pencils, dem Lettering und dem Ballooning auch endlich an den Inks der ersten Seiten. D. h. hier kann man das erste Mal sehen, wie es nachher gedruckt aussehen wird – eigentlich der schönste Arbeitsschritt, wenn nur immer viel mehr Zeit dafür da wäre …

Schwarwel
04.06.2019

Wie versprochen, gibt es ab heute regelmäßig News und Updates zu Schwarwels neuer Graphic Novel „Gevatter“.
Und wir starten gleich mit dem ersten #gevatter-Interview mit Schwarwel, welches ihr in ganzer Länger HIER nachlesen könnt.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
01.06.2019

Work in progress:
Für meine kommende Graphic Novel „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ machen ich und wir GlüMos einen tiefen Knicks vor Frank Pasic und der Funus Stiftung, weil sie uns durch ihre Förderung überhaupt erst ermöglicht haben, dieses Projekt auf den Weg zu bringen.
Erscheinen wird das Ganze im September 2019 im Rahmen der „Stadt der Sterblichen“-Kulturwochen in Leipzig.
#sds19

Momentan sitze ich am Storytelling (also einfach Dasitzen, ins Leere starren und warten, das sich das Papier mit Buchstaben füllt) und an den ersten Sketches (same-same – nur mit Figuren statt Buchstaben), danach gehts mit Thumbnails und einem groben Seitenaufbau weiter.
Voraussichtlich wird das ganze Schwarz-Weiß mit Rastereffekten, wie ich das hier in dem Teaserbildchen mal ganz grob für euch hingehuscht habe … Aber die Verlockungen von Schmuckfarben sind eben doch sehr, sehr hoch – mal guggn.

Schwarwel
27.12.2018

Schwarwel
„Gevatter – Sterben will gelernt sein“
Herausgeber: FUNUS Stiftung
Verlag: Glücklicher Montag

Die Graphic Novel „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ von Schwarwel ist eine autobiografische Erzählung, in der uns der Autor und Zeichner mitnimmt auf eine Reise in seine Innenwelt und seine Erinnerungen, um uns an seiner ureigenen Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod und seinen Ängsten davor teilhaben zu lassen.

In kontrastreichen, poetischen und fein geschnittenen Schwarz-Weiß-Bildern schildert Schwarwel dunkle ebenso wie erhellende Aspekte seines Erlebens mit dem Tod, um sich dabei für einen besseren, gesünderen und normaleren  Umgang mit dem Tod einzusetzen, der oftmals tabuisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.

In packenden, einfühlsamen Bildfolgen wirbt der Autor für eine angemessene Sterbekultur und dafür, dem Tod seinen berechtigten Platz in unserem Leben einzuräumen: als würdevolles Ende des eigenen Seins ebenso wie als Motivator, die wertvolle Zeit davor gut und sinnvoll zu nutzen, statt sie verschwenderisch verstreichen zu lassen als gäbe es kein Morgen.

Dabei gibt Schwarwel viel von sich selbst preis und lässt tief blicken – in seine klinische Depression, in seine bezwungene Alkoholsucht, in seine Angstneurose –, denn auf diese Weise werden seine Gedanken nachvollziehbar, erlebbar und aus dem Gevatter Tod als grimmen Schnitter und diffuse Angsgestalt wird ein facettenreiches Mosaik der Endlichkeit, das wir zwar niemals überwinden können, mit dem es uns aber gelingen kann, bewusster zu leben.
 
Schwarwel (Text und Zeichnungen)
„Gevatter – Sterben will gelernt sein“
Graphic Novel im Albumformat
Umfang: Format A4, 80 Seiten s/w plus Umschlag 4c
Herausgeber: FUNUS Stiftung
Verlag: Glücklicher Montag